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Isaakskathedrale

Isaakskathedrale – ist heute die größte Kirche Sankt Petersburgs und eine der größten sakralen Kuppelbauten der Welt. Ihre Geschichte begann im Jahre 1710, als eine Isaakskirche aus Holz gebaut wurde. Der Gedenktag des byzantinischen hl. Isaak von Dalmatien fiel mit dem Geburtstag Peters des Großen zusammen. 1712 ließen sich Zar Peter der Große und seine zweite Gemahlin Katharina Alexejewna trauen. Später wurde die Holzkirche durch einen Steinbau ersetzt. Das dritte Kirchengebäude wurde in der zweiten Hälfte des XVIII. Jh. errichtet. Doch gleich nach Abschluss der Bauarbeiten wurde erklärt: die Kathedrale entspreche der repräsentativen baulichen Stadtzentrumgestaltung nicht. Der Imperator Alexander I. ließ den Wettbewerb für das beste Umbauprojekt ausschreiben. In 9 Jahren wurde das Projekt von einem jungen französischen Architekten — Auguste Ricard de Montferrand – gebilligt. Und da begannen die Bauarbeiten.

Die Errichtung der Kathedrale dauerte 40 Jahre lang und verlangte riesige Anstrengungen. Doch das Resultat übertraf alle Erwartungen. Die Monumentalität der Kathedrale wird durch ihren rechteckigen Grundriss betont. Bei dem Bau wurden 43 verschiedene Baustoffe benutzt. Säulenfuß ist mit Granit verkleidet und Wände sind mit 40-50-cm-breiten Marmorfließen geschmückt. An vier Seiten der Isaakskathedrale befinden sich gewaltige 8-Säulenportiken, die mit Figuren und Giebelreliefs geschmückt sind. Über dem Gesamtbau ragt sich in die Höhe die großartige vergoldete Metallkuppel, die auf einem von Säulen umgebenden Toumbur steht. Zur Kuppelvergoldung wurde rund 100 kg rotes Gold verbraucht.

Isaakskathedrale hat einen Beinamen – «Museum der russischen Geologie». Die Innenwände sind mit weißem Marmor mit hochwertigen Panneaus aus grünen und gelben Marmorarten, Jaspis und Porphyr geschmückt. Die Hauptuppel wurde von Karl Brüllow ausgemalt. An der Gestaltung der Innenräume arbeiteten solche Künstler wie Wassili Schebujew, Fjodor Bruni, Iwan Vitali und viele andere anerkannte Künstler und Bildhauer.

Die Kathedrale ist 101,5 m hoch, sie kann gleichzeitig 12000 Besucher aufnehmen. Doch der Architekt Ricard de Montferrand rechnete mit 7000 Menschen, indem er die breiten Damenröcke mit über 1 Quadratmeter Fläche berücksichtigte.