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Sergiew Possad

Wenn man von Sergiew Possad spricht, fällt gleich der majestätische klösterliche Baukomplex ein, ein wichtiges geistliches Zentrum unseres Landes, wo Heiliger Sergius von Radonesch gelebt hat — Kloster der Dreifaltigkeit und des Heiligen Sergius (Troize-Sergiew-Kloster). Es ist schwer die Banalitäten und Klischees zu vermeiden, wenn man von Dreifaltigkeitskloster spricht, lohnt es sich überhaupt? Ja, es gehört zu UNESCO-Welterbe. Das ist die einzige Stadt in der Oblast Moskau, die zu Goldenem Ring Russlands gehört. Und Sergiew Possad wird jährlich von einer halben Millionen Pilgern besucht. Nur diese Tatsachen zeugen von Bedeutsamkeit der Stadt für russische Menschen. Hier haben früher die hervorragenden Persönlichkeiten gearbeitet: Pawel Florenski und Alexander Men’, Wassili Rosanow und Konstantin Leontjew. Die heutige Stadt Sergijew Possad ist eine große aktive Stadt, wo man an Wochenenden laut am Markt handelt, in Restaurants Honigwein trinkt, durch die Straßen fahren die plumpen Reisebusse. Ständig bleibt aber ein Bild – ein dichter und unaufhörlicher Pilgerstrom in die Dreifaltigkeitskathedrale. So, wie vor vielen Jahren flustert man heute auch die Gebetsworte vor sich hin, gibt man leichte Klapse den verwöhnten Kindern, lässt man ehrenvoll die Batjuschkas (Pfarrer) vorbeigehen und glaubt man fest an die Güte von Sergius.

Souvenirs aus Sergiew Possad Matrjoschkas und Bären, Wolltücher und Daunentücher und -schals und Kühlschrankmagneten, Geschirr, Waren aus Baumrinde, aber auch Bilder mit Ansichten von Troize-Sergiew-Kloster. Sie werden auf dem großen Platz vor dem Kloster angeboten, wo die Handwerker aus Umland ihre Läden hier haben. Unmittelbar im Kloster ist ein großer Buch- und Ikonenladen geöffnet, wo man sowohl touristische, als auch religiöse Literatur erwerben kann. Es gibt ein großes Angebot von Kinderbüchern und schöngeistiger Literatur, wo wiederum die religiöse Thematik betroffen wird. Hier werden auch Ikonen, Leibkreuze, Taufelöffel u. v.a. verkauft.